Publikationen


"Die Energiewende im Wartesaal"

Das neue Buch "Die Energiewende im Wartesaal" stösst auf erhebliches Interesse:

- Auf Youtube finden Sie online ein Inputreferat mit anschliessender Fragerunde vom 19. Mai 2021; die Folien dazu finden Sie hier. Mein Dank geht an VESE – Verband unabhängiger Energieerzeuger, Fachgruppe der SSES (Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie).

- Am 18. Mai 2021 hielt ich online einen Vortrag am 36. PV-Symposium Deutschland: Flächenbeschaffung und bedarfsorientierte Auktionsdesigns –  ein Beitrag aus Schweizer Sicht. Die Präsentation mit unterlegtem Sprechtext finden Sie hier.

Die Energiewende im Wartesaal

Verlag Zocher & Peter

Zürich 2021

«Hätte die Schweiz vor 50 Jahren Öl gefunden, hätte es ein riesiges Volksfest gegeben. Das Öl unserer Zeit findet sich auf Hausdächern, Fassaden, Zäunen oder Strassenmauern. Es gibt kein Volksfest. Unser einheimisches Öl stinkt nicht. Es verursacht keine CO2-Emissionen. Man müsste nur die Bremse lösen, im Bundesrat, im Parlament, im Bundesamt für Energie und im Bundesamt für Raumentwicklung.»

In der Schweiz wird die Photovoltaik systematisch diskriminiert: mit schlechten Entschädigungen im Vergleich zur Wasserkraft, fehlender Honorierung von Winterstrom und durch eine lähmende Bürokratie, selbst für Standorte auf bestehenden Bauten! Solarstrom wird durch übersetzte Netzgebühren im lokalen Netz unfair verteuert. In den Prognos-Energieperspektiven – der wichtigsten Entscheidungsgrundlage der Landesregierung – erscheinen veraltete und verfälschte Daten aus dem atom-nahen Paul Scherrer Institut, und dies nicht zum ersten Mal.

In Bayern deckt Solarstrom inzwischen fast 20 Prozent des Stromverbrauchs. In der Schweiz sind es nicht einmal 4 Prozent (Ende 2019). Seit dem 1. Januar 2019 regiert eine neue Energieministerin. Ein kleiner Kurswechsel hat stattgefunden. Die Wartelisten für Solar-Vergütungen sind kürzer geworden. Die Neuinstallationen liegen erstmals deutlich über dem Niveau von 2013. Aber genügt das?

Die epochale Bedeutung von billigem Solar- und Windstrom wird in der Schweiz noch kaum verstanden. Die politischen Hausaufgaben wurden nicht gemacht:

• Fokus auf Winterstrom, vor allem mittels Photovoltaik (ja, Photovoltaik!);
• Wettbewerb mit transparenten Auktionen zur Absicherung der Lieferpreise und ein
Wahlrecht auf Investitionsbeiträge;
• weniger Bürokratie und vereinfachter Zugang zu Stellflächen auf Bauten und Infrastrukturen;
• Verursachergerechte Netztarife, die die neuen Techniken nicht benachteiligen;
• Aufbau eines neuen, dezentralen Speicherinventars (Wärme und Strom) mit Ersparnissen
bei den Netzkosten.

(Auszug aus dem Vorwort der Autoren)

Publikationen 2020

German Energy transition and what to learn from it (Clean Techn Environ Policy 2020)

Article published in "Clean Technologies and Environmental Policy" 4.Oct.2020

 

 

 

 

Nicht Gaskraftwerke, sondern mehr Photovoltaik für das Winterhalbjahr

Publikationen 2019